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Großmutter hatte recht


Die Oma als Doktor
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Falls Ihre Großmutter die Blätter von Kohl, Rüben, Löwenzahn oder Mangold aß, verurteilen Sie sie nicht als verschrobene alte Käuzin. Wenn Sie als gesundheitsbesessener moderner Mensch gern Alfalfasprossen auf Ihrem Salat haben oder Mungbohnensprossen im chinesischen Essen mögen, prima! Diese Sprossen und Blätter sind voller Mineralstoffe und Vitamine. Mein Großonkel sagte immer, sie "helfen bei allen Leiden".

Das stimmt besonders dann, wenn man sie frisch und ungekocht isst. Wussten Sie schon, dass die Sprossen buchstäblich jedes Vitamin enthalten, dass sie vollwertiges Eiweiß liefern und dass sie Gramm für Gramm mehr Vitamin C enthalten als die meisten Früchte? Und wussten Sie, dass Sprossen fast ebenso viel Eiweiß enthalten wie Fleisch? In einem spießenden Weizenkorn können Hunderte von Enzymen enthalten sein. Sprossen tun uns sehr gut. Und sie sind auch preiswert. Ein Esslöffel Alfalfasamen wächst in vier bis sechs Tagen zu einem großen Glas Sprossen heran. "Fügen Sie nur noch Wasser hinzu." Naja, ganz so schnell geht es auch wieder nicht, aber fast so schnell. Man weicht die Samen über Nacht ein und spült sie am nächsten Morgen. Danach spült man zweimal täglich, bis sie gegessen werden können. Als einzige Ausrüstung braucht man ein paar Gläser mit einer weiten Öffnung.
 
Viele grüne Pflanzen im Garten, die man jedes Jahr wegwirft, könnte man essen und dabei seine Gesundheit stärken. Unkräuter wie Weißer Gänsefuss, Zurückgebogener Amarant und Löwenzahn schmecken sogar recht gut, so lange sie zart und jung sind. Beim Jäten der Rüben kann man die ausgesonderten Pflanzen gleich zum Kochen verwenden.  Roher Mangold, alle Kohlsorten und Blattsalat sind eine gute Grundlage für Salat, und man kann sie auch im allereinfachsten Gärtchen anpflanzen. Wussten Sie schon, dass Dr. Garnett Cheney einhundert Patienten mit Magengeschwüren mit täglich frisch hergestelltem Weißkrautsaft behandelte? Sehr schnell waren die Schmerzen weg und auch die Heilung verlief schnell. Dr. Cheneys Kommentar dazu:

"Bei diesen Fällen gingen die Schmerzen weg ganz ohne jede Medikamentengabe und ohne häufige Speiseaufnahme ... Die Schnelleigkeit der Heilung wird besonders deutlich, wenn man sieht, dass Magengeschwüre mit Weißkrautsaft durchschnittlich in 14 Tagen heilten und Zwölffingerdarmgeschwüre in 12,9 Tagen, verglichen mit den Angaben in der Literatur von 42 und 37 Tagen" (Cheney, 1952, p. 252).

Dr. Cheneys Erkenntnisse wurden in der Fachzeitschrift California Medicine veröffentlicht. Das Journal of the American Medical Association (163:14, April 6, 1957, p. 1311) war davon nicht besonders beeindruckt, doch die von Dr. Cheney geheilten Patienten waren es ganz bestimmt.

Rohkost und die darin enthaltenen Enzyme wirken sich eindeutig auf den Verdauungstrakt aus und bestimmen, wie der Körper insgesamt auf das Essen reagiert. In einem undatierten Vortrag zu dem Thema "Ein Wendepunkt in der Ernährungswissenschaft", den Dr. Ralph Bircher in Wisconsin hielt, heißt es: 

"Jedes Mal, wenn ein Mensch zu essen anfängt, gibt es eine Reaktion, die wir Verdauungsleukozytose nennen. Der Gaumen schickt über das vegetative Nervensystem eine Nachricht an das Rückenmark, wodurch die Freisetzung von Leukozyten veranlasst wird, die in Richtung Darmwände ausschwärmen, besonders zum Dickdarm, als gelte es, eine Attacke zu bekämpfen ...  Kouchakoff in Lausanne entdeckte, dass dies nicht geschieht, wenn eine Mahlzeit aus rohem Gemüse besteht oder zumindest damit beginnt. Mehrere andere Forscher haben das bestätigt. Dann fand Tropp in Würzburg noch etwas anderes heraus. In lebenden Pflanzenzellen befinden sich sehr empfindliche Enzyme, die beim Erhitzen oder beim Verwelken der Pflanze zerstört werden. Man nahm deshalb an, sie seien für die menschliche Gesundheit nicht von Bedeutung. Tropp erkannte aber, dass das nicht stimmte. Der menschliche Körper weiß, wie er diese Enzyme auf dem Weg durch den Vergauungstrakt schützt und geleitet, so dass sie ohne Schaden bis in den Dickdarm gelangen. Dort verändern sie die Bakterienflora grundlegend, indem sie die Reste von noch vorhandenem Sauerstoff binden. Auf diese Weise bauen sie den aeroben Zustand ab, der verantwortlich ist für Fäulnis- und Gärungsprozesse sowie für die Entwicklung falscher Bakterienarten und Darmvergiftungen" (Bircher, S. 7-8).

Rohkost ruft das verstärkte Auftreten von weißen Blutzellen (Leukozyten) im Darmtrakt nicht hervor und veranlasst auch nicht das Knochenmark, noch mehr weiße Blutkörperchen zu bilden. Das kann von höchster Bedeutung sein für Menschen, die an der Krankheit leiden, die in Webster's New Collegiate Dictionary beschrieben wird als "eine akute oder chronische Erkrankung beim Menschen und anderen Warmblütlern, für die eine abnormale Zunahme von Leukozyten im Gewebe und oft auch im Blut charakteristisch ist". Bei dieser Krankheit handelt es sich um Leukämie.

Könnte Leukämie möglicherweise das Ergebnis einer ständigen Ernährung mit gekochtem Essen sein? Naturheilkundler haben immer auf den Wert von frischem Obst und Gemüse, Getreidesprossen und Rohmilch hingewiesen. Wenn Rohkost keine erhöhte Produktion von weißen Blutkörperchen fördert, dann sollte man vielleicht bei Leukämiefällen auf kompletter Ernährung mit Rohkost bestehen. Wenn von jetzt an bei solchen Erkrankungen in Europa und in anderen Ländern die Naturheiltherapie erwogen wird, sehen wir deutlicher die Grundlage für die darin enthaltene Forderung nach Rohkost. 

Die Enzyme, von denen Dr. Bircher als hilfreich für die Verdauung und den Schutz vor Darmvergiftung spricht, passen sehr gut in den naturheilkundlichen Ansatz zur Gesunderhaltung. Verschmutzung und Vergiftung überall im Körper kommen von dem, was wir essen und wie wir damit umgehen. Darmvergiftung, abnormale Bakterienpopulationen im Dickdarm, Verstopfung und Fäulnis, alle hervorgerufen durch übermäßig gekochtes Essen, das reich ist an Stärke und Fleisch, sind Grundursachen für Erkrankungen. Wenn wir Krankheit  verhindern und heilen wollen, essen wir kein Fleisch mehr, essen stattdessen Vollwertkost, vorwiegend roh, und wir befreien unseren Körper von Abfallstoffen. Das sind meine "Drei schnellen Schritte zur Gesundheit". Enzyme aus Rohkost und die ganz besondere Reaktion des Körpers darauf sind der bewährte Schlüssel zur natürlichen Heilung.

Dr. Bircher zitierte einen Aufsatz des Schweizer Arztes Paul Kouchakoff, der den Titel trägt "Der Einfluss gekochter Nahrung auf das Blutbild des Menschen", der schon im Jahr 1930 auf dem 1. Kongress für Mikrobiologie in Paris gehalten wurde.  (Falls es Sie stört, dass ich mich auf Forschungen aus Anfang/Mitte des 20. Jahrhunderts beziehe, bedenken Sie bitte, dass Einsteins Relativitätstheorie sich ganz gut gehalten hat, und diese ist auch nicht jünger.) 

Weitere therapeutische Vorteile von Rohkost finden Sie in den viel jüngeren Büchern Leben und Überleben, Kursbuch ins 21. Jahrhundert von Viktoras Kulvinskas (1975), Diet and Salad Suggestions (1971) von Dr. N. W. Walker, Encyclopedia of Health and Nutrition von Max Warmbrand (1962) und allen Werke von Ann Wigmore (1964, 1982, 1983, manche auch auf Deutsch). Lesen Sie mehr, kochen Sie weniger, verbessern Sie Ihre Gesundheit!

Copyright 1981, 2000 Andrew W. Saul.

Deutsch von Helmut Lasarcyk 2015

Andrew Saul ist der Verfasser der Bücher FIRE YOUR DOCTOR! How to be Independently Healthy (Rezensionen unter http://www.doctoryourself.com/review.html ) und DOCTOR YOURSELF: Natural Healing that Works. (Rezensionen unter http://www.doctoryourself.com/saulbooks.html )

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Andrew W. Saul

 


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