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Der Krieg gegen die Vitamintherapie

Dr. med. Abram Hoffer
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Der Streit um die Vitamine
Abram Hoffer, M.D, Ph.D.


(c) 1996 Erstmals veröffentlicht im Juni 1996 in The Townsend Letter for Doctors and Patients. Nachdruck und Übersetzung mit Genehmigung.


"Dr. Klenner berichtete, dass Patienten, denen man Vitamin C verabreicht hatte, keine Schäden von ihrer Polio-Erkrankung zurückbehielten. Eine kontrollierte Studie aus England, bei der 70 Kindern je zur Hälfte Vitamin C oder ein Placebo gegeben wurde, zeigte, dass in keinem der behandelten Fälle irgendwelche Lähmungserscheinungen auftraten."

Seit 1955 bin ich in die Auseinandersetzungen um den Einsatz von hochdosierten Vitaminen verwickelt. Damals veröffentlichte ich gemeinsam mit zwei Kollegen einen Fachaufsatz [1], in dem wir zeigten, dass Niacin den Gesamt-Cholesterinwert senkte. Dies wurde von Dr. W. B. Parsons sehr schnell bestätigt [2]. Der Cholesterinwert lässt sich leicht messen. Dr. Parsons war einer der sachkundigsten und erfahrensten Internisten, was den Gebrauch von Niacin zur Senkung des Cholesterinwerts angeht. Als wir aber einen erheblich umfangreicheren Aufsatz veröffentlichten [3], in dem wir folgerten, dass (1) der Einsatz von Niacinamid in hohen Dosen in Fällen von akuter, nicht verschlimmerter Schizophrenie therapeutisch wirksam ist, und (2) dass es nicht therapeutisch wirksam ist bei chronisch kranken Patienten, wurden wir massiv in die Auseinandersetzungen hineingezogen. Und das hält bis heute an, obgleich jede Studie, die an derselben Art von Patienten, nach derselben Methode und nach derselben Anweisung durchgeführt wurde, unsere Ergebnisse bestätigte.

Als Dr. E. Cameron und Linus Pauling herausfanden, dass Ascorbinsäure bei Krebs im Endstadium eine positive Wirkung hat [4], wurden diese Ergebnisse von der herrschenden Krebsinstitutionen genauso nachdrücklich zurückgewiesen. Der Hauptgrund für die Nichtakzeptanz dieser Ergebnisse aus Schottland und unserer Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Psychiatrie ist ein ganz einfacher. Wir sind erst jetzt dabei, uns weiter zu entwickeln von der Zeit, da man Vitamine zur Vorbeugung einsetzte, in die Zeit, da man Vitamine zur Therapie einsetzt. Und die Psychiatrie hinkt dem Rest der Medizin zehn Jahre oder länger hinterher.

Die fünf Stadien der Vitamin-Entdeckung und der Vitamin-Verwendung

Machlin [5] teilt die Geschichte der Vitamine in fünf Abschnitte ein. Das erste Stadium dauerte von 1500 vor Christus bis etwa 1900 nach Christus. In dieser Zeit beobachtete man ganz praktisch, dass bestimmte Nahrungsmittel einzelnen Krankheiten vorbeugen konnten. Die Ägypter verwendeten Leber gegen Nachtblindheit. Indianer in Mittelamerika setzten Mais, der auf spezielle Art behandelt und gekocht wurde, jahrtausendelang zur Vorbeugung gegen Pellagra ein.

Das zweite Stadium begann um 1890 und dauerte bis etwa 1910. Diese Zeit war davon geprägt, dass der Zusammenhang zwischen dem Mangel an einzelnen Nahrungsmitteln und dem Ausbruch bestimmter Krankheiten ein festes Wissen wurde. So wurde bewiesen, dass geschälter Reis Beriberi verursachte. Wenn brauner Reis in der japanischen Marine weiterhin Grundnahrungsmittel geblieben wäre, hätte es natürlich keine Probleme und keine Entdeckung von Thiamin als Vitamin gegeben. Im zweiten Zeitabschnitt erkannte man, dass eine Veränderung im Gebrauch der natürlichen Lebensmittel Krankheiten hervorruft. Diese Lektion hat man in den meisten modernen Gesellschaften immer noch unzureichend verstanden.

Das dritte Stadium von 1900 bis 1948 war das goldene Zeitalter der Entdeckung, Reindarstellung und Synthese der Vitamine.

Das vierte Stadium begann 1933 mit der ersten wirtschaftlichen Synthese von Vitamine C und dauert bis heute an.

Diese vier Stadien gemeinsam umfassen die Zeit der Verwendung der Vitamine zur Vorbeugung. Dieses Denkmuster hat sich so verfestigt, dass es jetzt erst langsam abgeschwächt wird angesichts einer Flut von neuen Informationen.

Das fünfte Stadium ist geprägt durch die Erkenntnis, dass es bei Vitaminen außer der Vorbeugung auch noch andere gesundheitliche Auswirkungen und andere biochemische Funktionen gibt. Es ist das Denkmuster, in dem es um Vitamine zur Behandlung von Krankheiten geht. Nur langsam breitet es sich unter den Ärzten aus; die Universitäten haben es noch nicht anerkannt, denn sie haben in der Ernährungslehre einen Rückstand von vielen Jahren; Diätassistenten und Ernährungswissenschaftler halten immer noch fest am alten Denkmuster, besonders wenn sie für Institutionen tätig sind.

Machlin führt den Beginn des letzten Stadiums auf unseren Aufsatz von 1955 zurück, in dem gezeigt wurde, dass hohe Dosen von Nikotinsäure das Gesamtcholesterin senken, und zwar umso mehr, je höher der Ausgangswert an Cholesterin ist. Er schrieb: "Ich ließ den fünften Zeitabschnitt etwas willkürlich mit dem Bericht über die cholesterinsenkende Wirkung von Niacin im Jahr 1955 starten. Dies ist eine weithin akzeptierte Wirkung des Vitamins, die nichts mit seiner Rolle als Coenzym zu tun hat, und eine deutliche gesundheitliche Wirkung darstellt, die nichts mit der Vorbeugung vor der Mangelkrankheit Pellagra zu tun hat." Vor vielen Jahren schon habe ich festgestellt, dass dieser frühe Bericht zu den bedeutendsten Erkenntnissen gerhören würde, die uns in das moderne Denkmuster führen würden. Es ist das erste Vitamin, dessen Einsatz in hoher Dosierung zur Senkung des Cholesterinwerts von der US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel (FDA) zugelassen wurde. Man konnte es aber auch für beliebige andere Krankheiten einsetzen, einschließlich verschiedener Formen von Schizophrenie.


Das Denkmuster "Vitamine zur Vorbeugung"

Dieses Denken lässt sich durch folgende Regeln oder Ansichten beschreiben:

1. Vitamine sind Katalysatoren und werden daher nur in kleinsten Mengen benötigt; sie können praktisch endlos wiederverwendet werden.

2. Vitamine werden nur benötigt, um Mangelkrankheiten vorzubeugen, d. h. Krankheiten, die von einem Mangel an diesen Vitaminen hervorgerufen werden. Thiamin braucht man zur Vorbeugung gegen Beriberi, Nikotinsäure gegen Pellagra, und Vitamin C zur Vermeidung von Skorbut.

Folglich ist jeder Einsatz von Vitaminen, der diesen Regeln nicht folgt, unangebracht und wurde von zahlreichen medizinischern Gesellschaften als unethisch eingestuft oder als ärztlicher Behandlungsfehler. Wenn man sie nur in kleinen Mengen braucht, muss die Verwendung in hoher Dosierung verboten werden. Wenn man sie nur einsetzt, um Krankheiten vorzubeugen, ist jede Verwendung zur Behandlung anderer Krankheiten zu verbieten.

Aus diesen Gründen entwickelte man Empfehlungen für den Tagesbedarf, die für das allgemeine Publikum wie für die medizinschen Berufe als Handlungsrichtlinie dienen sollen. Dabei handelt es sich durchweg um geringe Dosierungen, die auf diesem Denkmuster gründen, aber nur sehr wenig auf tatsächlichen Erkenntnissen zu ihrer Umsetzbarkeit oder ihrem Nutzen. Die Anhänger des Vorbeugungs-Denkmusters errichteten eine feste Mauer gegen alle, die ihre Regeln brachen, indem sie nachdrücklich behaupteten, dass hohe Dosierungen in keinem Fall nötig seien, dass sie gefährlich sein können (obwohl sie diese Gefahren nie genau beschrieben und mit bestimmten Dosierungen in Verbindung brachten), und die Höhe des Sarkasmusses, mit dem man Ärzte bedachte, die Vitamine zur Therapie einsetzten, bestand darin zu sagen, das einzige, was Vitamine bewirkten, sei den Urin damit anzureichern und die Gewässer, in die er floss. Erst vor wenigen Monaten griff ein Arzt einige meiner Ansichten in einer populären Medizinzeitschift an und behauptete, die Gewässer um meinen Wohnort müssten reich an Vitamin C sein. Hätte ich darauf geantwortet, so hätte ich hinzugefügt, dass das besser sei, als sie mit Antibiotika, Tranquilizern, Antidepressiva und den Tausenden anderer Medikamente anzureichern, die sich heute zahlreich im Wasser finden. Ein Kollege und Freund von mir verlor seine Zulassung als Arzt in Saskatchewan. Eine der Beschuldigungen gegen ihn lautete, er habe einem Patienten Ascorbinsäure intravenös verabreicht. Ein anderer Anklagepunkt war, er habe bei einem Patienten Schizophrenie diagnostiziert mittels eines Tests, den Humphry Osmond und ich den HOD-Test nannten [6]. Dabei handelt es sich um einen sehr nützlichen Perzeptionstest, mit dem sich die Wahrscheinlichkeit des Vorhandenseins einer Schizophrenie ermitteln lässt.


Das Denkmuster "Vitamine zur Therapie"

Dieses Denken schliesst folgende neue Regeln ein, die auf einer soliden Beweisbasis beruhen:

1. Sowohl bei der Vorbeugung als auch bei der Therapie sollte man die optimale Dosis verwenden. Das kann einmal sehr wenig, ein andermal sehr viel sein. also auch hohe Dosierungen bedeuten. Um beispielsweise Pellagra zu vermeiden, benötigt man täglich etwa 10 mg Nikotinsäure, doch um einen Rückfall in chronische Pellagra zu vermeiden, braucht man annähernd 1000 mg am Tag. Es gibt keine optimale Dosierung für alle Menschen. Das hängt ab von Alter, Geschlecht, Art der Krankheit, Art des Stresses - ist mithin für jedes Individuum verschieden. Die optimale Dosierung für Schizophrene, bei Depressionen, bei Lupus, Krebs usw. muss jeweils ermittelt werden. Sehr gut wird das beschrieben von Roger Williams [7] in seinen klassischen Werken über biochemische Individualität.

2. Vitamine zeigen eine Wirksamkeit, die anscheinend nichts zu tun hat mit ihren Eigenschaften als Vitamin. Das war sehr schwer zu akzeptieren, doch die Einführung des Begriffs Antioxidantien stieß auf großen Widerhall, und viele Ärzte, die große Angst davor hatten, Vitamine zu verwenden, hatten keinerlei innere Hemmungen, dieselben Vitamine als Antioxidantien einzusetzen. Das passt zu der ständig populärer werdenden Ansicht, dass die Bildung von freien Radikalen grundlegend in der Pathologie von zahlreichen Krankheitsbildern ist, darunter Krebs, Altersdemenz und so weiter.


Der Angriff auf das Denkmuster  "Vitamine zur Vorbeugung"

Dieser Angriff begann vor etwa 55 Jahren [um 1940], als amerikanische Spezialisten für Pellagra berichteten, dass chronische Pellagra nur noch erfolgreich mit Nikotinsäure behandelt werden kann, wenn man die Substanz in hoher Dosierung einsetzt. Sie verwendeten 600 mg pro Tag. Es wurde auch nachgewiesen, dass Hunde, die über lange Zeit eine Diät erhielten, die die Entstehung von Pellagra hervorrief, nicht mehr auf eine geringe Dosierung des Vitamins reagierten. Sie waren abhängig geworden und brauchten erheblich größere Mengen.

Der nächste Angriff kam mit den klassischen Studien von William Kaufman [8], der vor 1950 in zwei seiner Werke von dem deutlichen positiven therapeutischen Effekt auf Arthrosekranke berichtete, wenn man ihnen jeden Tag mehrere Gramm Vitamin B 3 gab. Doch diese wichtige Arbeit wurde ignoriert, und fast niemand in der Ärzteschaft weiß, dass sie je durchgeführt wurde.

Dann kam ein Angriff aus einer anderen Richtung, und zwar durch die Arbeit von Dr. Wilfred und Dr. Evan Shute [9], zwei Ärzten aus Ontario, die belegten, dass Vitamin E, in hoher Dosierung über längere Zeit gegeben, sehr viel Gutes bewirkte bei Herzkrankheiten, Verbrennungen und zur Prävention. Ihre Arbeit wurde nicht ignoriert. Die beiden Ärzte wurden fast ruiniert durch eine Ärzteschaft, denen die Bedeutung ihrer Arbeit vollständig unbekannt war, die nicht glaubten, dass es sich bei Vitamin E um ein Vitamin handelte, und die mit absoluter Sicherheit wussten, dass ihre Arbeit nutzlos war. Die Shute Clinic, die es noch heute gibt, behandelte 30 000 Patienten aus ganz Nordamerika. Die wenigen Versuche, ihre Ergebnisse zu wiederholen, waren darauf angelegt, zu zeigen, wie nutzlos Vitamin E war. Heute gibt es große Studien [10], die diese frühen Arbeiten stets von neuem bestätigen, doch doch darin weigert man sich, die Arbeit dieser frühen Pioniere anzuerkennen, so als ob diese Idee den Forschern ganz von allein in den Kopf gekommen wäre, als die die Harvard-Studien zu Vitamin E begannen. Hätte man die Ergebnisse der Shutes 1960 ernst genommen, was für ein Gewinn wäre das für die Gesundheit, an vermiedenem menschlichen Leiden und enorm reduzierten finanziellen Aufwendungen in 35 Jahren gewesen.

Zu Beginn der 1950er Jahre begann Dr. Fred Klenner seine Arbeit zu Vitamin C in hoher Dosierung. Bis zu 100 g pro Tag setzte er ein, oral oder intravenös verabreicht. Er beobachtete hervorragende Ergebnisse durch die hohen Dosen und berichtete darüber in Studien. Bei Patienten mit Polio beispielsweise zeigten sich keinerlei zurückbleibende Schäden, nachdem sie Vitamin C erhalten hatten. In einer kontrollierten Studie an 70 Kindern in England, von denen die eine Hälfte Vitamin C erhielt und die andere Hälfte ein Placebo, zeigte sich in der behandelten Hälfte kein einziger Fall von Lähmung, während in der unbehandelten Hälfte bis zu 20 Prozent Lähmungserscheinungen auftraten [11]. Diese Studie wurde nicht veröffentlicht, da der Polioimpfstoff gerade entwickelt worden war und niemand ein Interesse an Vitaminen hatte. Dr. Klenners Arbeit wurde ignoriert.

Der Einsatz von Vitaminen in hoher Dosierung fand erst weltweite Bachtung, nachdem Linus Pauling 1968 mit seinem klassischen Beitrag für Science die Bühne betrat. Seine Schlussfolgerungen fanden in der Öffentlichkeit und bei einzelnen Wissenschaftlern unmittelbar Anklang, während die medizinische Wissenschaft allgemein ihn rundweg geschlossen ablehnte. Der Haupteinwand bestand anscheinend darin, dass er keine ärztliche Ausbildung durchlaufen hatte. Dr. Pauling begann sich für Vitamine zu interessieren, als er in den Ruhestand ging. Er hatte einen zweiten ungeteilten Nobelpreis verliehen bekommen und wurde zunehmend müde und frustriert angesichts des Widerstands gegen seinen Einsatz für den Weltfrieden. Er hatte sich einige mächtige Feinde geschaffen, darunter Senator McCarthy, den Kommunistenbekämpfer, und Josef Stalin, den Kommunistenführer, für den seine Ansichten über die Atomwaffen der Theorie des Kommunismus genau entgegenstanden. Im Jahr 1966 lernten Dr. Irwin Stone und ich Dr. Pauling erstmals kennen. Dr. Stone hatte eine große Sammlung von Aufsätzen über Vitamin C zusammengetragen (er hasste die Bezeichnung Vitamin C und verwendete lieber den korrekteren Ausdruck Ascorbinsäure). Dr. Stone war der erste, der den Begriff Megavitamin und den Ausdruck Hypoascorbämie gebrauchte. Für ihn war Skorbut keine Mangelkrankheit, sondern eine Stoffwechselstörung. Ich bat ihn dringend, seinen Überblick zur Ascorbinsäure zu veröffentlichen, was er auch mehrere Jahre später tat [12]. Irwin Stone hörte, wie Dr. Pauling sagte, er wünschte, er könnte noch 25 Jahre leben, weil in der Wissenschaft so viele interessante Entdeckungen gemacht wurden. Dr. Stone schrieb ihm und sagte, er könne sein Ziel erreichen, wenn er Vitamin C in hoher Dosierung einnähme. Dr. Pauling probierte es aus und wurde überzeugt - und er lebte noch 30 Jahre.

Der große Anstoß, den Linus Pauling dem Konzept des Einsatzes von Vitamin C in hoher Dosierung nach Irwin Stones Anregung gab, führte schließlich dazu, dass dieses Vitamin in der Öffentlichkeit und bei Medizinern akzeptiert wurde. Vor vielen Jahren kam Linus Pauling zu dem Schluss, dass Menschen, die Ascorbinsäure nehmen, länger leben [13]. Alles was wir über Ascorbinsäure wissen, führt zu dieser Schlussfolgerung. Darum ist es sehr nützlich, wenn man sieht, wie es in der Praxis wirkt, denn die Praxis ist der entscheidende Test. Hilft es wirklich? Ja, das kann man sagen. Dr. James Enstrom [14] von der School of Public Health der University of California in Los Angeles analysierte eine zehn Jahre andauernde Studie von 10 348 Personen im Alter von 25 bis 74 Jahren. Von den Männern, die mindestens 300 mg Ascorbinsäure täglich einnahmen, starben in diesem Zeitraum 41 Prozent weniger als solche, die mit ihrer Nahrung nur 50 mg einnahmen. Im Durchschnitt lebten sie sechs Jahre länger. Bei den Frauen war das Ergebnis nicht ganz so auffällig. Diese Menge Ascorbinsäure kann man nicht allein mit der Nahrung aufnehmen, das geht nur über Nahrungsergänzungsmittel. Ich nehme an, sie hätten noch deutlich länger gelebt, wenn sie täglich mehrere Gramm eingenommen hätten.

Dr. A. G. Brox und seine Kollegen an der McGill-Universität [15] fanden heraus, dass zwei Gramm Ascorbinsäure am Tag bei 7 von 11 Patienten mit Immunthrombozytopenie (Purpura haemorrhagica) Heilung brachten. Die Krankheit hatte bei allen bereits mehr als zwei Monate bestanden und sprach nicht auf Corticosteroide an. Bei drei Patienten war die Milz entfernt worden, bei vier Patienten war eine zusätzliche Behandlung erfolglos geblieben. Das New England Journal of Medicine weigerte sich, ihre Ergebnisse zu veröffentlichen, meiner Meinung nach deswegen, weil die Redaktion damals mit Linus Pauling im Streit lag. Man hatte sich so lange geweigert, ihn darüber zu informieren, ob die von ihm eingereichte Antwort auf Studien der Mayoklinik über Krebs und Ascorbinsäure veröffentlicht werden würde, bis er mit gerichtlichen Maßnahmen drohte. Dann wiesen sie seine Antwort zurück. Derzeit habe ich eine Patientin mit Immunthrombozytopenie, die Ascorbinsäure einnimmt und der es seit über fünf Jahren gut geht, doch nur lo lange sie die Ascorbinsäure einnimmt. Hört sie damit auf, sinkt ihr Blutplättchenwert innerhalb weniger Wochen.

Linus Pauling [16] wandte das Prinzip der orthomolekularen Medizin auf Krebs an und stieß damit wiederum in ein Hornissennest des Widerstands. Für eine ausführliche Diskussion seiner Arbeit siehe Hoffer [17]. Ich bin aber rundum überzeugt, dass er recht hatte. Seine zahlreichen wissenschaftlichen Berichte waren sehr beeindruckend. Meine gemeinsamen Studien mit Pauling [18] an 660 Krebspatienten ab dem Jahr 1978 bestätigen seinen Ansatz.

Der Einsatz von Vitaminen in hoher Dosierung zog die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit in großem Maße das erste Mal auf sich, nachdem wir über die Wirkung von Nikotinsäure auf Cholesterin berichtet hatten und diese Erkenntnisse prompt von der Mayoklinik bestätigt worden waren. Die Mayo-Stiftung hatte mich eingeladen, eine Reihe von Vorträgen über Schizophrenie zu halten. Während eines Abendessens erzählte ich dem Leiter der Psychiatrieabteilung von der Wirkung der Nikotinsäure auf Cholesterin. Er leitete diese Information an den ärztlichen Leiter in Gegenwart von Dr. W. B. Parsons [19] weiter, einem weiteren leitenden Mediziner der Klinik. Dr. Parsons ist einer der herausragenden Fachleute im Gebrauch von Nikotinsäure in hoher Dosierung. Diese Arbeit wurde später von Dr. E. Boyle fortgeführt, zuerst am National Institute of Health, später in der großen Herzstudie, die zur Folge hatte, dass Nikotinsäure bei Hypercholesterinämie das Mittel der Wahl wurde. Im Großen und Ganzen ist sie auch das billigste und das sicherste Mittel.

Während dieser Zeit veröffentlichten Humphry Osmond und ich unser zweites Buch, betitelt How to Live With Schizophrenia (Wie mit Schizophrenie leben) [20]. Eine Patientin in Kalifornien wurde durch die orthomoleklare Behandlung geheilt, nachdem sie vier Jahre lang von den besten Ärzten Kaliforniens behandelt worden war. Ihr Vater war so dankbar, dass er beschloss, sämtlichen Ärzte in seiner Gegend eine Weiterbildung zu verschaffen. Dies tat er, indem er unser Buch kostenlos verteilte. Ein Exemplar gelangte in die Hände einer Psychiaterin. Eines Nachmittags besuchte Dr. Pauling sie mit seiner Frau Ava, und Dr. Pauling sah das Buch auf dem Couchtisch liegen. Er las etwas darin, lieh es sich dann aus, und am nächsten Morgen hatte er es durchgelesen. Als er zu Bett ging, war er noch entschlossen, in den Ruhestand zu gehen, doch als er am nächsten Morgen aufstand, hatte er beschlossen, das noch nicht zu tun und dafür in das neue Gebiet der Hochdosis-Vitamintherapie einzusteigen. Ihn faszinierte es, wie wir Vitamin B 3 in hoher Dosierung ohne Risiko einsetzten. Dies führte zu seinem Aufsatz in der Zeitschrift Science [22] und zu seinem unglaublichen Beitrag zur Theorie der Megavitamintherapie, zum Einsatz von Vitamin C bei Vireninfektionen und anderen Infekten, sowie seinen Beiträgen zum Cholesterinproblem und Herzkrankheiten. Dr. Pauling leistete den größten Einzelbeitrag zum Umsturz des alten Paradigmas und zugunsten einer neuen, genaueren und hilfreicheren Denkweise.

Die Medizin ignorierte die Megavitamintherapie im Großen und Ganzen, und die Psychiatrie diffamierte sie. Die meisten Mediziner nahmen sie überhaupt erst zur Kenntnis, als Linus Pauling sich an der Auseinandersetzung beteiligte, und dann wurden auch sie sehr feindselig und kritisch, ganz besonders nachdem sein erstes Buch über Erkältungen erschien. Das National Institute of Mental Health gab eine Studie in New Jersey unter der Leitung des Psychologen Dr. Wittenborn in Auftrag. Zuvor hatten sie sich an einen Psychiater in St. Louis gewandt, der sich bereit erklärt hatte, die Studie durchzuführen, sofern ich beratend daran mitwirken würde. Und so beauftragten sie New Jersey. Die Wittenborn-Studie wurde im Doppelblindverfahren durchgeführt und sollte unsere ursprünglichen Doppelblindstudien wiederholen, die ich ein Jahrzehnt vorher begonnen hatte. In seinem ersten Bericht fand Dr. Wittenborn keinen Unterschied zwischen der Placebogruppe und den behandelten Patienten. Wir hatten behauptet, dass bei Ersterkrankten und akuten Fällen die beste Wirkung zu beobachten sei und dass chronisch Kranke darauf kaum ansprachen. Die Wittenborn-Studie [23] befasste sich vor allem mit solchen chronischen Fällen. Später analysierte Dr. Wittenborn seine Ergebnisse erneut und bezog sich auf die Ersterkrankungen, so wie wir es getan hatten, und in seinem zweiten Bericht zeigte er auf, dass er dieselben Ergebnisse erzielte wie wir. Sein erster Bericht wurde vom National Institute of Health mit großer Begeisterung begrüßt, später auch von der American Psychiatric Association, die einen Sonderbericht zu Megavitaminen und orthomolekularer Psychiatrie herausgab. Sein zweiter Bericht traf auf kaltes Schweigen und hat ihn möglicherweise weitere Unterstützung gekostet. Von den Kritikern der Megavitamintherapie wurde der zweite Bericht nie zitiert.

Die American Psychiatric Association zitierte Humphrey Osmond und mich vor ihr Ethik-Komitee, weil ich den Aufsatz über die Patientin in Kalifornien veröffentlicht hatte. Einen halben Tag lang debattierten wir heftig in Washington, und man sagte uns dann, wir würden in wenigen Wochen die Entscheidung erfahren. Das war vor 20 Jahren, und wir warten noch heute. Doch höchst wirkungsvoll erstickte dieser Berufsverband das Interesse am Einsatz von Vitaminen bei Schizophrenie, als er seinen verantwortungslosen und fehlerhaften Bericht veröffentlichte [24]. Dieser Verband der US-Psychiater trägt die Hauptverantwortung dafür, dass eine Behandlungsform, die Millionen Patienten vor den verheerenden Folgen einer chronischen Schizophrenie bewahrt hätte, nicht allgemein eingeführt wurde. So wie er einst überschwänglich der Psychoanalyse verfallen war, so ist er heute den Tranquilizern verfallen.

Folsäure ist ein weiteres sicheres, wasserlösliches Vitamin. Bis zu 15 mg täglich wurden verabreicht. Gemäß einer Studie rief diese Menge Verdauungsstörungen hervor, nach einer anderen zeigte dieselbe Dosis diese Wirkung nicht. Die meisten Patienten benötigen nicht mehr als 5 mg am Tag. Kürzlich wurde nachgewiesen, dass Frauen, die zusätzliche Folsäure einnehmen (1 mg am Tag), viel seltener Kinder mit Spina bifida oder ähnlichen Neuralrohrdefekten zur Welt bringen. Ich empfehle allgemein 5 mg pro Tag. Dr. Smithells [25] zeigte 1982, dass Neuralrohrdefekte seltener vorkamen, wenn man schwangeren Frauen zusätzliche Folsäure gab. Zuvor hatte er den Folatgehalt von roten Blutkörperchen und den Vitamin C-Gehalt von weißen Blutkörperchen bei Müttern gemessen, die ein Kind mit Neuralrohrdefekt hatten; er fand heraus, dass bei ihnen beide Werte niedrig waren. Seit 1981 war also bekannt, dass ein Multivitaminpräparat mit Folsäure das Auftreten von solchen Schäden bei Neugeborenen reduziert.

Die Reaktion auf diese neuen Forschungsergebnisse war von Unglaube und Feindseligkeit geprägt, und die medizinischen Institutionen weigerten sich, Frauen zu empfehlen, Folsäure einzunehmen, bevor nicht die notwendige Zahl von Doppelblindstudien durchgeführt wären. Elf Jahre später waren sie endlich zufrieden, und die Ergebnisse wurden abschließend im Jahr 1989 im Journal of the American Medical Association veröffentlicht. Folsäure schützte vor dem Defekt in der Mehrzahl der Fälle. Bei Frauen, die in den ersten sechs Wochen ihrer Schwangerschaft kein Vitamin einnahmen und in deren Familie der Defekt bereits vorkam, war die Häufigkeit von Babys mit dem Defekt fünf Mal so groß (18 von 1000 gegenüber 3,5 von 1000). Wie viele Babys hätten mit einer so einfachen Maßnahme gerettet werden können? Selbst wenn die neue Forschung fehlerhaft gewesen wäre, welcher Schaden wäre angerichtet worden, wenn man die Frauen sogleich über diese sehr wichtigen Ergebnisse informiert hätte? Mich erstaunte im Jahr 1981 die Heftigkeit der Reaktion der Ärzte und Ernährungswissenschaftler, und ich bin auch heute noch darüber verwundert. Neuere Studien zeigen, dass Folsäure die Häufigkeit von Neuralrohrdefekten um 75 Prozent verringert. Würde man auch noch all die anderen Vitamine einsetzen, so bin ich sicher, dass dieser Wert näher an 100 Prozent läge.

Ich kann mich nicht entsinnen, dass in den letzten 40 Jahren eine einzige meiner Patientinnen ein Kind mit einem Geburtsfehler geboren hätte. Allen konnte ich raten, dass sie durch die Einnahme von Vitaminen nicht nur ihrem Baby nicht schaden würden, sondern dass sie damit auch die Wahrscheinlichkeit drastisch verringern würden, ein Kind mit Geburtsfehlern zu bekommen. Meine Patientinnen fragten mich das sehr oft, denn ihre Ärzte hatten ihnen gesagt, sie dürften in der Schwangerschaft keinerlei Vitamine einnehmen. Sie sahen Vitamine als giftige Substanzen an. Aus demselben Grund wird mir diese Frage auch heute noch gestellt.

Aber Behörden können lernen und reagieren. Heute heißt es ganz offiziell, dass schwangere Frauen zusätzliche Folsäure einnehmen sollen, um Spina bifida und andere Geburtsdefekte zu vermeiden. Der US-Gesundheitsdienst liess verlauten: "Um die Häufigkeit von Neuralrohrdefekten und die daraus folgenden Behinderungen zu verringern, empfiehlt der US-Gesundheitsdienst folgendes: Alle Frauen im gebärfähigen Alter, die schwanger werden könnten, sollten täglich 0,4 mg Folsäure einnehmen, um das Risiko von Schwangerschaften zu senken, bei denen es zu Spina bifida oder anderen Neuralrohrdefekten kommt." Diese Menge wird von der Ernährung gewöhnlich nicht geliefert und erfordert eine zusätzliche Einnahme. Offensichtlich befürwortet der US-Gesundheitsdienst die Zugabe von Folsäure zu Brot. Folsäure wird zwar durch Hitze zerstört, doch ein kleiner Anteil bleibt erhalten.

In den USA werden jedes Jahr etwa 25 000 Babys mit Spina bifida geboren. In Kanada schätzte man, dass jedes dieser Kinder 40 000 Dollar an Kosten verursacht, bis es 14 Jahre alt ist. Hätte man den Frauen früh in der Schwangerschaft Folsäure gegeben, wären vielleicht drei Viertel dieser Fehlbildungen vermieden worden. In den 10 Jahren, in denen die vorsichtigen Wissenschaftler noch diskutierten, ob Folsäure sicher genug und wirksam ist, wurden 250 000 solcher Kinder geboren, was Kosten von 10 Milliarden Dollar verursachte (in den 10 Jahren). Folsäure zum Preis weniger Pfennige pro Tag hätte der US-Öffentlichkeit in diesen 10 Jahren eine Ersparnis von 7,5 Milliarden Dollar gebracht. Die Einsparung im Gesundheitssystem ist enorm. Die durch dieses lange Zögern verursachte Verschwendung ist unentschuldbar, denn Folsäure ist völlig sicher und hätte allen Schwangeren schon vor mehr als 10 Jahren gegeben werden können. Das ist der Preis für Untätigkeit, für die konservative Haltung der Mediziner, sobald es um die äußerst sicheren Vitamine geht.

Schlussfolgerung

Das Denkmuster "Vitamine zur Therapie" entwickelt sich rasch weiter und wird das Denken "Vitamine zur Vorbeugung" in sich aufnhemen, das nicht länger benötigt wird. Vitamine sind wichtige Nährstoffe, die in optimalen Mengen genutzt werden, in niedriger und hoher Dosierung, bei Krankheitsbildern, die darauf ansprechen, ganz gleich ob sie als Vitaminmangelkrankheiten angesehen werden oder nicht. An dem alten, völlig unzureichenden Denkmuster halten nur noch die verknöcherten Ärzte fest, die ihre Position mit Macht genutzt haben, um sich gegen die neuere Medizin zu wehren. Doch es gibt immer noch Ärzte, die bezweifeln, dass Vitamin B 3 die richtige Behandlung von Pellagra darstellt. Sie vertreten immer noch lautstark ihre alten Ideen und erfinden Gefahren. Wenn es keine gibt, dann, so lautet die Regel, erfindet man einfach welche, wie zum Beispiel, dass Vitamin C Nierensteine verursacht oder die Leber schädigt oder die Behandlung von Diabetes beeinträchtigt und so weiter. Jeden Monat höre ich von neuen Gefahren, die mich völlig überraschen und entzücken, zeigen sie doch, wie phantasievoll meine Kollegen sein können.

A. Hoffer, M. D., Ph. D.

 

Quellenangaben 
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[22] Pauling L: Orthomolecular Psychiatry. Science 160:265- 271, 1968. [Return to Paper] 

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[25] Smithells RW: Prevention of Neural Tube Defects by Vitamin Supplements. Ed. John Dobbing, Academic Press, New York, 53-84, 1983. 

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Übersetzung: Helmut Lasarcyk 2018
 


Andrew Saul, PhD


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